Irene Schwonek
Irene Schwonek

Wenn ich die Erinnerung in mir lösche,

finde ich zu meinem wahren Selbst.

Weißt du eigentlich, wer du bist?

 

Mein größtes Problem war, dass ich nicht wusste, wer ich bin. Ich dachte, ich wüsste es, aber ich kannte mich nicht. Ich kannte meine Selbstidentität nicht und war nicht in der Lage, wirklich frei zu sein – weder im Inneren noch im Äußeren. Ich wage zu behaupten, Sie wissen auch nicht, wer Sie sind. Die meisten Menschen denken, sie seien ihr Körper.

Natürlich fragen wir alle nach dem Sinn des Lebens und natürlich erhalten wir auch die eine oder andere Antwort aus dem Angebot der zahlreichen Theorien. Befriedigt uns jedoch diese Antwort? Ein Großteil von uns hat es sich längst bequem gemacht auf dem Sofa. Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird bald nicht mehr gestellt. Mit festem Sitz schimpfen, beschuldigen und schütteln wir entsetzt den Kopf über die Dinge, die sich um uns herum ereignen. Wir analysieren und denken nach, wir grübeln, schmieden Pläne und tun das, was wir am besten können: aufpassen, dass wir nicht vom Sofa kippen!

Ich bin ständig vom Sofa gekippt. Und kaum hatte ich es mir wieder gemütlich gemacht, war ich unzufrieden. Was ich auch unternahm, nichts verschaffte mir Befriedigung, irgendwas fehlte immer. Wo waren nur diese Sofa-Regeln? Wie gerne hätte ich einfach nur ruhig und zufrieden mit den anderen auf dem Sofa gesessen! Das Sofa symbolisiert mein Leben und es hat mich immer wieder aus seiner Bequemlichkeitszone heruntergeschubst.

Mit Ho’oponopono habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen für meine Unzufriedenheit und für alles, was sich mir im Außen zeigt. Das war der erste Schritt zur wahren Identität. Erst nachdem ich 100 % Verantwortung übernahm und danach lebte, kam ich mir näher, während sich alles in meinem Leben veränderte. Plötzlich war es nicht mehr wichtig, was die anderen taten oder nicht taten. Es war nicht mehr wichtig, wer Geld hatte und wer auf dem Sofa sitzen konnte …

Wichtig war und ist, was ich tue! Die anderen gibt es nämlich gar nicht. Es gibt nur mich und alles, was ich bin, was ich tue und was ich habe, erzeugt eine Reaktion im Außen.

Ich hatte die Regeln erhalten und schätzen gelernt. Schritt für Schritt. In winzig kleinen Gänsefüßchen-Schritten habe ich mich auf den Weg gemacht. Auf diesem Weg bin ich mir selbst begegnet. Ich habe meine Selbstidentität gefunden – jetzt weiß ich, wer ich bin!

Mit Ho’oponopono lernen Sie nicht nur, wer Sie sind und warum Sie hier sind. Mit Ho’oponopono lernen Sie auch, was ein Problem ist und vor allem, wie es gelöst werden kann – so gelöst, dass es nie mehr wiederkommt! Anders ausgedrückt: Wenn Sie wissen, wer Sie sind und warum Sie hier sind, können Sie alle Probleme lösen.

Ho’oponopono ist ein Geschenk. Es ist eine Zauberkiste voller Wunder. Wir müssen sie nur öffnen.

Ho’oponopono ist perfekt. Für mich ist es das fehlende Steinchen meines Mosaiks – das letzte Geheimnis und das Ende des Suchens. Alle anderen Techniken und Methoden, die ich ausprobiert habe, ließen noch immer etwas zum Suchen übrig. Nach all meinen Problemen bedeutet Ho’oponopono heute nur noch eines für mich: Frieden.

 

Frieden beginnt mit mir.

 

So wie wir akzeptieren, dass wir das Resultat unserer vergangenen Erfahrungen, Gedanken, Worte und Handlungen sind – das Resultat einer immensen Datenbank, welche unser Leben beeinflusst –, werden wir sehen, wie Reinigung, Korrektur und Wandlung nicht nur unser Leben, sondern das Leben unserer Familien und unserer Gesellschaft ändern kann.

 

Leseprobe aus Kapitel 2

© Irene Schwonek